Sonntag, 8. August 2010

4 + 4 = 8 Fragen an Rebekka Ruétz

Nach der bunten Geburtstagsparty meiner Besten sowie dem drückenden grauen Wetter heute bin ich froh, mir nicht selbst Kreatives aus dem Köpfchen zaubern zu müssen und präsentiere euch die neue Interviewreihe "4 + 4 = 8 Fragen an...", in der ich in wahrscheinlich sehr unregelmäßigen Abständen acht Fragen an Menschen aus Mode, Musik und mehr stelle. Den Anfang macht die österreichische Jungdesignerin  Rebekka Ruétz, der nach ihrem vielversprechenden Berliner Fashion Week Debüt mit Spannung auf die talentierten Finger geschaut und bereits jetzt als heiße Newcomerin der Modeszene gehandelt wird. Wie die 25-Jährige damit umgeht und mehr erfahrt ihr hier, bei ...


4 + 4 =  8 Fragen an Rebekka Ruétz

1.)  Sie gründeten Ihr Label „Rebekka Ruétz“ 2008 und werden schon jetzt als eine der begehrtesten Jungdesignerinnern der Modebranche gehandelt. Baut eine solche Betitelung Druck auf?
Mich freut diese Bezeichnung natürlich, jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass ich tatsächlich so „gehandelt“ werde und stehe daher auch unter keinem besonderen Druck. Das einzige was wirklich zählt ist es, zwei Mal im Jahr zwei tolle Kollektionen zu schaffen.

2.) Neben Ihrem Studium an der AMD, das Sie 2008 mit Bravour beendeten, interessierten Sie sich für traditionelle chinesische Medizin. Woher kommt Ihr Interesse an fernöstlichen Medizinpraktiken?
Grundsätzlich war das Interesse für fernöstliche Philosophien immer schon da. Während meines Studiums an der AMD in München, hatte ich die Möglichkeit, mehrere Monate in Indien zu arbeiten und zu leben. In dieser Zeit hat sich mein Interesse und der Wunsch, diese Philosophien in mein Leben und meine Arbeit zu integrieren noch weiter verstärkt, so weit, dass ich es heute in dieser Form umsetzen kann.

3.) Sie haben Flockdrucke entwickelt, mit Hilfe derer Sie auf der Innenseite der Kleidung Chakren, die Energiezentren des Körpers, aktivieren. Diese sollen für mehr Wohlbefinden und Harmonie bei den Trägerinnen sorgen. Wie wichtig ist Ihnen eine Verbindung von Körper und Geist im alltäglichen Leben?
Die Verbindung von Körper, Geist und Seele ist in meinem Leben sehr wichtig, beruflich sowie privat. Daraus beziehe ich meine Kreativität, Kraft und Energie.

4.) Sie selbst befinden sich in Mitte der Zwanziger. Welches Klientel möchten Sie mit Ihrer Mode ansprechen? Wie sehen Sie die Käuferinnen Ihrer Kollektionen?
Meine Kundinnen sind Menschen, die offen für alternative Weltanschauungen sind. Auf der Suche nach Sinn, nach Entfaltung und persönlicher Entwicklung. Und diese Menschen kann man keiner speziellen Altersgruppe zuordnen. Dies spiegelt sich auch in den einzelnen Stücken und Outfits der Kollektion wieder: Es ist für jeden Frauentyp etwas dabei, für jeden Anlass und jede Stimmung. Stoffe und Schnitte werden so gewählt, dass sie länger als eine Saison lang bestehen können und die Farben wähle ich nach ihrer Symbolkraft und Farbpsychologischen Wirkung passend zum Kollektionsthema.


Rebekka Ruétz

5.) Ihr Kollektion Herbst/Winter Kollektion „Das Rätsel des Seins“ war durchwegs in dunklen Farbtönen gehalten.  Bleiben Sie auch in Zukunft Ihrer Farb- und Stoffpalette treu oder dürfen von Ihnen weitere Experimente erwartet werden?
Sie dürfen auf jeden Fall weitere Experimente erwarten, sowohl in der Farb- als auch in der Stoffpalette. Wobei bei den Stoffen nach wie vor auf die europäische Herkunft sowie auf eine faire und qualitativ gute Verarbeitung geachtet werden wird. Handarbeit, präzise Verarbeitung und Hochwertigkeit sind dabei ein A und O.

6.)  Ihr Label „Rebekka Ruétz“ findet sich ebenfalls auf Facebook als Fanpage wieder und gewinnt stetig an Zuwachs. Als wie wichtig empfinden Sie social network Plattformen im Bereich der Mode?
Ich denke, dass die social network Plattformen heutzutage einfach dazugehören und wie es scheint auch immer wichtiger werden. Nichts desto trotz bin ich persönlich eher zurück haltend, was dieses Thema betrifft, da ich die reale der virtuellen Welt vorziehe.

7.) Die Debatte um den Wert von Modebloggern für die Modebranche findet keinen Abbruch. Wie sehen Sie die Entwicklung von Modeblogs für die Modeszene?
Das Thema um die Modeblogger finde ich sehr spannend. Ich denke, dass wir uns hier noch auf einiges freuen dürfen – da es scheinbar zu einem nicht zu unterschätzenden Sprachrohr der Modeinteressierten geworden ist.

8.)  Sie haben unter anderem den Best Graduate Award der Competence Group für Mode Design gewonnen. Wie sehen Sie Ihre Zukunft. Was möchten Sie privat und beruflich in Zukunft erreichen?
Meine Zukunft sehe ich meistens sehr gelassen, würde ich sagen. Ich habe mir beruflich wie privat einige Ziele gesetzt, an deren Verwirklichung bereits fleißig gearbeitet wird.


                                                                             Vielen Dank!    






weitere Informationen bei Rebekka Ruétz 

2 SUNNY COMMENTS:

minnja hat gesagt…

tolles interview + bilder:)

http://minnja.blogspot.com/

katja hat gesagt…

gute fragen, abseits vom standard. weitermachen!