FASHION ARTICLES

February 2012
Der kalte Weg der Fashion Füße


January 2012

FASHION REPORTER for LES MADS 
at Mercedes Benz Fashion Week Berlin













November 2011
Animal Print Parade





November 2011
Home is where your sweatpants are




September 2011
Printed fashion article in MEIER MAGAZINE
"Ich kann nicht leben ohne...Federschmuck."

 




July 2011
Colour-Blocking vs. Farben abblocken.





May 2011
Double - Triple - Quadruple - Denim


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April 2011
Mr. Loafer vs. Mrs. Ballerina

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May 2011 
Doube-Triple-Quadruple-Denim
Wenn es ein Kleidungsstück gibt, das aus den Kleiderschränken dieser Welt nicht mehr wegzudenken ist, dann ist es die Jeans. Wer unter euch nicht ein einziges Jeansteilchen irgendwo im letzten Eck des Schrankes vorfinden kann, der hebe jetzt bitte die Hand. Nein? Dachte ich mir schon! Jeanshosen, Jeansjacken, Jeansröcke, Jeansshorts, Jeanskleider, Jeanswesten, Jeansbikinis, Jeanshemden, Jeanshaarreifen, Jeanstaschen, Jeansschuhe, Jeansunterwäsche,... - nichts ist unmöglich, denn der Wunderstoff macht alles möglich. Jeans ist leger, Jeans ist schick, Jeans ist trendy, Jeans ist klassisch, Jeans ist strapazierfähig, Jeans ist sexy, Jeans ist einfach geil. Wenn wundert es also, dass gefühlt jede Saison neue Jeanshosenformen erfunden werden oder bereits tot geglaubte Schnitte ihren zweiten Frühling erleben. 
Dieses Jahr geht die Modewelt jedoch wagemutig einen Schritt weiter und erklärt Double-Denim zum neuen Trend. Double was? Double-Denim Schätzchens bzw. Doppel-Denim, für diejeningen unter euch, die noch auf deutsche Wortkreationen abfahren. Doppel-Denim bedeutet ganz einfach doppeltes Denim, somit die Kombination von zwei Jeansartikeln in einem Outfit. Was bei David Hasselhoff in den 80-ern angesagt war, ist es heute also wieder bei den Fashionistas dieser Welt. Die beliebteste Kombi hierbei wird prompt von den Misses Chung, Miller, Moss und Co. vorgemacht: Dunkelblaue Skinnyjeans zu hellblauem, locker geschnittenen Jeanshemd. Ohne viel Schnickschnack, dafür umso wirkungsvoller. Hundertfache solcher Outfitpaparazzifotos lauern im Internet, tausendfache Nachmacher-Bloggerfotos und millionenfach werden nun von den einschlägigen Modeketten Jeanshemden im Akkord produziert, damit Lieschen Müller in Buxtehude auch mal ihre Lieblingsjeans mit dem top aktuellen Jeanshemd kombinieren kann. 
 Ach ja, was soll ich sagen. Schön schaut's aus und man kann nicht wirklich viel falsch machen. Insofern man gewisse Doppeldenimspielregeln beachtet: Dunkles und helleres Denim mixen; ist die Hose eng darf das Hemd weit sein; ist die Hose weit geschnitten wird das Hemd gekonnt in den Hosenbund gestopft - und mit hochgekrempelten Ärmeln sieht alles noch mal doppeldenimlockerer aus. Irgendwie ist mir dieser Trend bzw. was die Misses daraus fabrizieren jedoch zu wenig experimentell - denn was bei Alexa Chung als neuer Trend deklariert wird trägt die Cindy aus Marzahn doch längst zum sonntäglichen Grillabend beim Schrebergärtchentreff.
"Wenn schon, denn schon!" sagte ich mir also und war einfach mal im Quadruple-Denim-Look unterwegs. "Huuuuch!" ... jetzt wird um den Globus die Luft angehalten, gilt ein Jeansoverload doch als No-Go. Ich denke mir lieber "Huuuuch!" als "Schnarch!" und finde es trotzdem super! Ihr dürft euch nun die Finger wund tippen und eure Meinung zum Double-Triple-Quadruple-Denim-Trend abgeben - Hot or Not? Bei meinem Mitmenschen kam das Outfit übrigens super an, was vielleicht auch an meiner positiven Ausstrahlung lag - immerhin konnte ich vier meiner Lieblingsteile gleichzeitig tragen...



April 2011 
Mr. Loafer vs. Mrs. Ballerina
Mit dem Frühling und Sommer wollen nicht nur die Blümchen und Wiesen aufatmen, sondern auch unsere von winterlichen Stiefeln geplagten Füße. Neben den bekannten Kandidaten wie Flip Flops, Sandalen und Peeptoe High Heels gesellt sich dieses Jahr auch Mr. Loafer zur Gruppe der sommerlichen Fußbekleidungen hinzu. Partly not amused hierüber sollte wohl Mrs. Ballerina sein, führte doch bisher bei warmen Temperaturen kein Fuß an ihr vorbei. Möglicherweise ist Madame allerdings auch einfach zu nett.
Ballerinas sind biegsame und anpassungsfähige Wesen, die zwar ihre schützenden Arme um den Fuß legen, jedoch sensibel für äußere Einflüsse wie die Stöckchen und Steinchen dieser Welt sind. Mister Loafer hingegen macht seinem Namen alle Ehre - bezeichnet loafer im Deutschen doch jemanden als Bummler - und schreitet mit großen Schritten bis in die vorderste Reihe der möglichen Lieblingsschuhe vor. Dank seiner festen Sohle, dem kleinen Absatz und dem meist dickeren Leder ist er weniger empfindlich gegenüber etwaigen Straßenunebenheiten und kann daher unbekümmerter durch die Welt spazieren. Da kann Mrs. Ballerina noch so sehr um das Thema herum tänzeln wie sie möchte, es ist wie es ist: Seit seiner Erschaffung Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in den USA hat sich der Loafer langsam aber stetig seinen Weg in unser aller - männliches wie weibliches - Leben gebahnt. Als Unisex-Typ lässt er sich nicht gerne festlegen und wenn man genau hinschaut, erkennt man mehrere Facetten an ihm, wie zum Beispiel den Tassel - oder Pennyloafer. Seit etwa zwei Jahren mutiert der Loafer nun also zu Mister Popular und hat sein ehemaliges biederes Image als Lehrerschuh gründlich aufpoliert! Diese Saison interessiert es daher leider weniger, dass Mrs. Ballerina chronologisch gesehen zuerst da war und damit gewissen Shotgun-Anspruch vorweisen kann. Bereits in den 50-er Jahren war die Madame nur in Kombination mit weiblichen Wunderfüßen, wie die Audrey Hepburn's, denkbar. Doch kann sie ihre Poleposition im Kampf um den beliebtesten Sommerschuh wirklich beibehalten?
Sehen wir es doch mal pragmatisch: Ballerinas sind bequeme Zeitgenossen, die sich als zarter Hauch von Nichts an unseren Fuß anschmiegen. Leider nicht nur an diesen, sondern ebenfalls an das Kopfsteinpflaster und den Kiesweg. So schön feminin, süß und filigran sie auch sind, nach einer Weile in ihnen werden sie oft zur schmerzenden Qual, man bekommt zum Teil Krämpfe und mit jedem weiteren Steinchen auf dem Boden verschwindet die Bequemlichkeit. Ballerinas sind auf Tagesdauer gesehen anstrengend, lassen sie doch den eigenen Fuß wünschen, man wäre weiterhin nur in Tanzstudios mit poliertem Boden unterwegs, wo ihre bekannten Verwandten Spitzenschuh ein und ausgehen. Loafers, unter deutschen Freunden auch gerne Slipper genannt, hingegen sind mehr Schuh als Schläppchen und bieten somit dank ihrer festen Sohle eine Unnahbarkeit zwischen Straße und Fußschmerz. Sie sind robust, kantig, edgy; gestandene Männer in ihrer Blütezeit, die sich nicht so leicht verbiegen und sich aus der Form bringen lassen. Sie erlauben ihren Trägern  und Trägerinnen grazil über den Asphalt zu gleiten, während Ballerina-Verehrerinnen meist weiterhin einen Entengang-Tanz auf der Straße hinlegen.
Wie das weitere Zusammenspiel zwischen Herren Loafer und Dame Ballerina funktioniert und ob ein erbitterter Konkurrenzkampf entsteht, bei dem im Endeffekt nur einer als Sieger der stadttauglichen Sommerschuhe hervorgehen kann, wird sich zeigen. Wer weiß, vielleicht entsteht daraus auch eine Romanze und in einigen Jahren werden wir das Produkt dieser Liaison stolz an unsere Füße lassen: die schelmischen Kinder Boafer und Lallerina...